Heinrich Höppner bezog 1908 die Villa mit seiner fünfköpfigen Familie (Ehefrau Bertha, geb. Allwardt, geb. 1871, Sohn Hans, geb. 1892, Sohn Heinrich, geb. 1894, Tochter Erika, geb. 1904).

Heinrich Höppner war zweimal verheiratet. In erster Ehe mit Emma, geb. Allwardt, die 1892 den Sohn Hans gebar. Sie starb wenige Monate später an Tuberkulose, die sie sich bei der Pflege Ihrer Mutter zugezogen hatte. Heinrich Höppner heiratete einige Jahre später Emmas jüngere Schwester Bertha, die den Sohn Heinrich und die Tochter Erika zur Welt brachte.

Die Familie Höppner, Eltern wie Kinder wohnten gleichermaßen gern in Papendorf. Vater Heinrich war stolz auf seine Ziegelwerke, die von Fachleuten aus ganz Deutschland besichtigt wurden und genoss das Landleben, wo jeder jeden kannte. Nach Rostock fuhr ihn sein Fahrer Witte, denn Heinrich Höppner hatte das Automobil Nr. 2 in Rostock gekauft. Erst 1934 erhielt Papendorf eine Bahnstation.

Um die Fahrt nach Rostock zu erleichtern wurde auf seine Kosten der 1,5 km lange Damm vom Dorf bis zum Sandkrug gebaut, allerdings nur eine Spur breit, während die andere Hälfte der Straße für den sandigen Sommerweg reserviert war, den die Pferde lieber mögen (Sandweg für Pferdefuhrwerke).

Höppner wollte Dorfstraße und Steindamm auch mit Strom aus seiner Dampfmaschine erleuchten. Scheiterte aber im Gemeinderat am Widerstand der Bauern, die um die Nachtruhe ihres Viehs bangten.

Heinrich Höppner war aktives Mitglied des Gemeinderates und nahm erstaunlich oft an den Sitzungen teil. Immerhin war er der größte Arbeitgeber und Steuerzahler, der etwa 200köpfigen Gemeinde und achtete sorgfältig darauf, dass seine Interessen und die der Ziegeleibewohner berücksichtigt wurden.

Schließlich wurde auch für seine Frau Bertha das Landleben attraktiver durch das Telefon. Die Villa erhielt die Nummer 46 und als sich das Telefonnetz erweiterte die Telefonnummer 4646. So behielt Bertha Höppner die Verbindung zu ihren Freunden und Freundinnen in Rostock und litt nicht unter der räumlichen Trennung.

Zu Heinrich Höppners großem Kummer qualifizierten sich beide Söhne nicht für die Leitung des Unternehmens. Hans Höppner starb kaum 40jährig im Sommer 1932 an einem Gehirntumor und Heinrich im Sommer 1941 an den Folgen eines Autounfalls.