Donnerstag 06.07.2017, 19.30 Uhr

Eintritt: 20,– €
(inkl. VVK-Gebühr)


Tickets:
Telefon +49 (0) 381 444 44 777

Aktuelle Termine

Klaviersalon am Donnerstag, 06.07.2017

 

Bach, Brahms, Schubert, Prokofieff

Amadeus Wiesensee

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Englische Suite Nr. 6 d-Moll BWV 811

-        Prélude (Adagio) – Allegro

-        Allemande

-        Courante

-        Sarabande – Double

-        Gavotte I/II

-        Gigue

 

Johannes Brahms (1833-1897)

25 Variationen und Fuge über ein Thema von Händel B-Dur op. 24

-        Arie

-        Variationen I – XXV

-        Fuge

 

Pause

 

Franz Schubert (1797-1828)

Moments musicaux D 780 (op. 94): Nr. 2, 5, 6

- Andantino AS-Dur

- Allegro vivace f- Moll

- Allegretto AS- Dur

 

 

Sergei Prokofjew (1891-1953)

 Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83

-        Allegro inquieto

-        Andante caloroso

-        Precipitato

 

“Amadeus Wiesensee ist ein außergewöhnlicher junger Musiker von gleichermaßen intellektueller wie pianistischer Brillanz. Für beide Bereiche zeigt er enormes Talent und hat sie, indem er philosophische und musikalische Studien nebeneinander betreibt, systematisch und gründlich kultiviert. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich interessanter musikalischer Geist und ein beeindruckendes analytisches Vermögen, bereichert durch eine starke künstlerische Intuition. Ich erwarte von ihm bemerkenswert originelle und bedeutsame Beiträge in der Zukunft.” —  Matti Raekallio, The Juilliard School

 

Amadeus Wiesensee, geboren 1993 in Würzburg und aufgewachsen am Tegernsee, zählt zu den auf besondere Weise fesselnden Nachwuchspianisten. Er begeistert das Publikum mit seinem hingebungsvollen Spiel und fasziniert durch die hochsensible, farbenreiche und virtuose Brillanz seiner Interpretationen. Nach seinem Debüt bei den Festspielen Europäische Wochen Passau 2015 formulierte die Presse: „Der erst 21-jährige Amadeus Wiesensee ließ beinahe alles Bisherige in den Schatten treten, traumwandlerisch trifft er die Mischung von Innerlichkeit und Leidenschaft, von Noblesse und Kühnheit, von Monumentalität und Charme, weiß Pathos und Schwulst auseinanderzuhalten.“ (Landshuter Zeitung). Er beeindruckt aber nicht nur durch seine Virtuosität und intelligente Gestaltung, sondern auch durch sein außergewöhnliches Kommunikationstalent, wenn er seine Konzerte auf Anfrage moderiert. 

Höhepunkte der Saison 2016/2017 sind u. a. Debüts beim Nymphenburger Sommer, beim Bologna Festival, bei den Rathauskonzerten Landsberg, in der Villa Papendorf und zahlreiche Kammermusikprojekte mit Partnern wie Sara Kim, Julian Arp und Christoph Henschel. 

Mit acht Jahren wurde er Schüler von Prof. Thomas Böckheler am Richard-Strauss-Konservatorium in München, ab 2007 Jungstudent bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling am Mozarteum Salzburg. Nach dessen Tod nahm er das Studium an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Antti Siirala auf und wurde 2013 in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Elena Richter, John O'Conor, Robert Levin, Dimitri Bashkirov, Leon Fleisher, Matti Raekallio und auf Einladung des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bei Hélène Grimaud ergänzen seine Ausbildung. Besonders nachhaltige Impulse erhielt er von Alfred Brendel und Till Fellner wie auch aktuell von Elisabeth Leonskaja.  

Amadeus Wiesensee gewann bei nationalen und internationalen Jugendwettbewerben, u.a. beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert, beim Karl Lang Wettbewerb, beim Schumann Wettbewerb Zwickau und beim Internationalen Klavierpodium München, wiederholt erste Preise sowie Sonderpreise der Jürgen Ponto Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben.  Mehrfach war er live in Rundfunksendern wie dem BR, WDR und dem SWR zu hören. Bereits als 12-Jähriger erhielt er den Sonderpreis des Münchner Rundfunkorchesters und führte für BR-Klassik das Klavierkonzert KV 491 von Wolfgang Amadeus Mozart auf. 

Im Januar 2014 debütierte er mit dem Bayerischen Landesjugendorchester mit dem ersten Klavierkonzert von Franz Liszt in der Philharmonie in München, welches von BR-Klassik gesendet wurde. Als Solist spielte er u.a. mit dem Münchner Rundfunkorchester, der Deutschen Streicherphilharmonie, den Heidelberger Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bergischen Symphonikern, den Bad Reichenhaller Philharmonikern und dem Bayerischen Landesjugendorchester unter Dirigenten wie Dimitri Jurowski, Sebastian Tewinkel, Peter Kuhn, Michael Sanderling und Clemens Schuldt. 

Dem jungen Pianisten wurden zudem bereits zahlreiche Uraufführungen von Komponisten anvertraut, so beispielsweisevon Wilfried Hiller, John Foulds und Birke Bertelsmeier.  

Einladungen zu Konzerten führten ihn u.a. zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Würzburger Mozartfest, dem Oleg Kagan Musikfest, den Schwetzinger Mozarttagen, den Opernfestspielen von Gut Immling, sowie in viele Teile Europas und auf eine Konzertreise auf der MS EUROPA durch Mittelamerika. Zahlreiche Wiedereinladungen erfolgten, u.a. vom Kampener Musiksommer, der Musikwoche Hitzacker, den Bergischen Symphonikern und den Festspielen Europäische Wochen Passau. 

Amadeus Wiesensees zweite große Leidenschaft neben dem Klavier gilt der Philosophie, der er auch in einem Parallelstudium an der Hochschule für Philosophie München bis Juli 2015 nachging und mit dem Bachelor of Arts und Bestnote abgeschlossen hat.

Foto © Sammy Hart